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Durch die Verwendung spezieller miniaturisierter flexibler Endoskope sind nach unseren klinischen Erfahrungen endoskopische Inspektionen vom Sakral- bis in den Halswirbelbereich des Patienten in exzellenter Weise möglich. Mit Hilfe eines professionellen Spinalen Endoskopie-Management können Prozeduren wie z. B. Platzierung von Kathetern (epidural, intrathekal) sowie Implantation von Elektroden zur Spinal-Cord-Stimulation(SCS) oder Radiofrequenztherapie unter direkter endoskopischer Sicht, bei anatomisch problematischer Passage oder wenn bei radiologisch gestützten interventionellen Verfahren z. B. eine Katheterplatzierung nicht möglich oder für den Patienten zu risikoreich ist, eingesetzt werden. Weiterhin sind eine endoskopisch gestützte und gezielte topische Pharmakotherapie betroffener Nervenwurzeln oder anderer schmerzrelevanter Regionen, Durchführung von Biopsien, Laser-Adhäsiolysen, mikrochirurgisches Lösen schmerzrelevanter Fibrosen und Fremdkörperentfernungen als schmerztherapeutischen Indikationen zu nennen.

Die lumbale, thorakale und zervikale Spinale Endoskopie hat sich bei uns zu einem wichtigen Bestandteil der Diagnostik und Therapie rückenmarksnaher Schmerzsyndrome entwickelt und wird deshalb vorrangig im Sinne von „first line“ eingesetzt. Um einer programmierten Schmerz-Chronifizierung rechtzeitig zu begegnen, ist die Festlegung eines frühen Zeitpunkts für die endoskopische Schmerzdiagnostik bzw. eine endoskopisch gestützte rückenmarksnahe Intervention von entscheidender Bedeutung. Weil eine unkritische Fortführung konservativer unwirksamer Therapiemaßnahmen einschließlich einer Opioidtherapie die Gefahr einer Schmerzchronifizierung oder auch Sucht in sich birgt. Deshalb ist eine Neubewertung und Einordnung sowohl diagnostischer als auch neuromodulativer Verfahren in ein intelligentes, interdisziplinäres und multimodales Schmerztherapiekonzept für Patienten mit rückenmarksnahen Schmerzsyndromen eine folgerichtige strategische Aufgabe der Schmerzmedizin. Basierend auf die ausschließlich positiven klinischen Erfahrungen und Ergebnisse mit dem PAIN.DE- Endoskopie-Management bei mehr als 2000 Schmerzkranken, verbunden mit einer hohen Patientenzufriedenheit, stellt die Spinale Endoskopie ein äußerst effizientes und, bei qualifizierter Handhabung, auch ein sicheres Verfahren zur endoskopischen Diagnostik und Therapie rückenmarksnaher Schmerzsyndrome dar.

Die umfangreichen klinischen Erfahrungen und die positive Therapieergebnisse sowie eine hohe Patientenzufriedenheit berechtigen zu der Aussage, dass eine endoskopische Diagnostik(Spinale Endoskopie) im Bereich der Wirbelsäule, einschließlich ihrer operativen Möglichkeiten, ein sicheres, effizientes und vor allem zukunftsorientiertes Verfahren in der Speziellen Schmerzmedizin darstellt. Grundsätzlich sollte die Spinale Endoskopie zur Diagnostik und/oder Therapie rückenmarknaher Schmerzsyndrome in ein interdisziplinäres schmerztherapeutisches multimodales Gesamtkonzept eingebunden werden.